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Legionellen

- Was sind Legionelle?

- Wie kann man Legionellen beschreiben?

- Wo kommen Legionellen vor?

- Welche Erkrankungen werden verursacht?

- Wie kann ich mich anstecken?

-
Technische Maßnahmen


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Weiterführende Informationen über Legionellen finden sie hier:




Weiterführene Informationen über die neue ab dem 01.11.2011 gültige Trinkwasserverordnung
finden Sie hier:    

Bundesministerium für Gesundheit


Was sind Legionellen?

Legionellen sind Bakterien die Erkrankungen verursachen können. Unter bestimmten Umständen können sie sich im Trinkwasser stark vermehren. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch kleinste Tröpfchen, die in die Lunge eingeatmet werden.
Gefährdet sind Menschen mit einer geschwächten körperlichen Abwehr wie alte und kranke Menschen. 

Ihr Name geht auf die erste große Epidemie 1976 in Philadelphia/USA zurück.

Wahrscheinlich ausgelöst durch einen kontaminierten Luftwäscher (Klimaanlage) erkrankten 221 von 4400 Teilnehmern eines Veteranentreffens an einer Lungenentzündung, 34 Personen verstarben.

1977 gelang Forschern der CDC (Center für Disease Control) in Atlanta/ USA die Entdeckung von stäbchenförmigen Bakterien, die dann den Namen „Legionellen" erhielten.

Sie vermehren sich (unter Optimalbedingungen) durch Zellteilung alle ca. 3-4 Stunden.

Bisher gibt es 48 verschiedene Spezies, welche sich weiter in serologische Gruppen (bisher 70) aufteilen.
Innerhalb einer Serogruppe kann es Subtypen geben.

Die bekannteste Spezies ist „Legionella pneumophila" mit bisher 16 Serogruppen. Serogruppe 1 hat die größte Bedeutung.

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Wie kann man Legionellen beschreiben?

• gramnegative Bakterien (Stäbchen und Kokken)
• nicht sporenbildend
• strikte Aerobier
• gelten alle als potenziell humanpathogen
• beweglich durch mehrere polare oder subpolare Flagellen
• Größe:
- ca. 1,5 x 0,5 µm Stäbchen (infiziertes Gewebe)
- ca. 2 – 6 µm (künstliche Medien)

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Wo kommen Legionellen vor?

Legionellen sind in Süßwasser lebende Bakterien. Natürlicherweise kommen sie in Bächen und Seen, aber auch im Grundwasser, feuchten Böden und Schlämmen vor.

Legionellen leben auch in künstlichen Wassersystemen, wie z.B. Klimaanlagen, Schwimmbecken, Duschen und Trinkwasserinstallationen.

Besonders gut vermehren sich Legionellen in einem Temperaturbereich von 30°C bis 45 °C.In diesem Temperaturbereich kann unter ungünstigen Umständen eine hohe Anzahl von Legionellen entstehen.
Dies gilt insbesondere für Leitungen, aus denen selten oder wenig Wasser entnommen wird und das Wasser lange in der Leitung steht. Auch in nicht mehr durchflossenen Stichleitungen oder überdimensionierten Behältern können sich Legionellen stark vermehren.

Lange Stagnationszeiten begünstigen auch die Ausbildung eines Biofilms an der Rohrinnenwand von Wasserinstallationen.
Unter Biofilm versteht man eine Schicht von Mikroorganismen, die sich an Oberflächen anlagern und dort in einem schleimigen Substrat wachsen. In einem solchen Biofilm sind Legionellen sogar gegen Desinfektionsmittel gut geschützt.

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Welche Erkrankungen werden verursacht?

Es sind 46 Arten von Legionellen bekannt. Die Arten Legionella pneumophila und Legionella pontiac führen zu Erkrankungen beim Menschen.

Diese sind:
das Pontiac-Fieber und die Legionellose.

Das Pontiacfieber ist eine Erkrankung, die 1-2 Tage nach der Infektion auftritt. Sie verursacht grippeähnliche Beschwerden wie Kopf-, Glieder und Brustschmerzen, Husten und Fieber. Meist klingen die Beschwerden nach 5 Tagen ohne ärztliche Behandlung vollständig ab.

Die Legionellose beginnt 2-10 Tage nach der Infektion und ist von den Symptomen her mit einer schweren Lungenentzündung vergleichbar. Erste Anzeichen sind Unwohlsein, Glieder- und Kopfschmerzen gefolgt von Reizhusten, Brustschmerzen, Schüttelfrost und Fieber. Die Legionellose ist eine schwere Erkrankung die ärztlich behandelt werden muss!

Nicht jede Aufnahme von Legionellen führt zu einer Erkrankung. Menschen mit einer geschwächten körperlichen Abwehr, chronischer Bronchitis, aber auch starke Raucher erkranken häufiger.
 

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Wie kann ich mich anstecken?

Legionellen gelangen über feinste Tröpfchen in die Lunge und können dort die beschriebenen Krankheiten verursachen.
Zu einer solchen Tröpfchenbildung kommt es z.B. in Klimaanlagen, Befeuchtern, Sprudelbecken (Whirlpool's) und Duschen.

Das Trinken von Wasser, in dem sich Legionellen befinden, verursacht i.d.R. keine Infektion.

 

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Technische Maßnahmen

Die Minimierung von Legionellen in Wassersystemen ist im wesentlichen durch die Vermeidung von Stagnation und einem guten Temperaturmanagement zu erreichen.


Im Wesentlichen bedeutet dies, dass:

• alle wasserführenden Teile dem Bedarf entsprechend so klein wie möglich auszuführen sind,
• vorhandene Endstränge ohne Wasserentnahme von der Installation zu trennen sind,
• im Trinkwassererwärmer Temperaturen unter 50 °C unbedingt vermieden werden müssen und
• die Warmwasserleitungen gegen Wärmeverlust und die Kaltwasserleitungen vor Erwärmung zu
  schützen sind.


Für große Warmwasseraufbereitungs- und Speicheranlagen gilt, dass

• die Austrittstemperatur am Wassererwärmer mehr als 60 °C betragen muss und
• der Warmwasserspeicher einmal am Tag auf 60°C oder mehr aufzuheizen ist.

Ist es dennoch zu einer Kontamination gekommen, wird empfohlen, eine Fachfirma mit der
Begutachtung
der Hausinstallation zu beauftragen.

 

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